Entscheidungen treffen - Wie Du Dich für eine Geschäftsidee entscheidest

Entscheidungen treffen – Wie Du Dich für eine Geschäftsidee entscheidest

Sich für eine Geschäftsidee zu entscheiden kann ganz schön schwierig sein. Vielleicht geht es Dir wie vielen Gründungsinteressierten: Du hast mehrere Ideen – weißt aber nicht, welche „die beste“ ist bzw. welche Du umsetzen sollst? Dann bist Du nicht allein. Ich treffe regelmäßig Menschen, denen es so geht wie Dir. Und auch ich finde mich immer wieder in dieser Situation. In diesem Artikel möchte ich Dir eine Anleitung an die Hand geben, die Dir hilft Dich für EINE Idee zu entscheiden und diese erfolgreich umzusetzen.  

Anmerkung:

Sich für eine Geschäftsidee entscheiden

1) „Ganz nett“ vs. „Vision“

Mir fallen jeden Tag Ideen ein. Mittlerweile habe ich eine Liste mit hunderten von Startup-Ideen. Und das allein dadurch, dass ich die Augen offen halte, Trends verfolge, Events besuche und mich mit spannenden und kreativen Menschen austausche. Einige dieser Ideen, finde ich einfach ganz nett. Ich denke durchaus, dass sie funktionieren können bzw. schon irgendwo auf der Welt in ähnlicher Weise funktionieren – sie stimmen jedoch meist nicht ausreichend mit meiner Vision überein. Daher will ich sie nicht wirklich umsetzen. Prinzipiell setze ich nur Ideen um, die zu 100 % mit meiner Vision übereinstimmen. Das heißt im Klartext: Ich möchte, dass das Produkt oder der Service die Welt in einer Weise beeinflussen, die ich für richtig halte.

Ein Beispiel: Seit längerem möchte ich ein Veggie/Vegan Fast-Food-Restaurant eröffnen. Wirklich gesundes Essen to go. Das wäre ein Konzept, das wirklich zu 100 % mit meiner Vision übereinstimmt und etwas, das die Welt meiner Meinung nach wirklich braucht. Also eine potentielle Idee für mich, die ich gerne umsetzen würde.

2) Dein Commitment

In den vergangenen Wochen habe ich überdurchschnittlich viele Menschen getroffen, die gerade ihren Job geschmissen haben und sich nun selbstständig machen wollen. Die meisten dieser Menschen haben mehrere und durchaus vielversprechende Ideen. Sie sehen sich der Situation ausgesetzt, dass sie wirklich und endlich ANFANGEN wollen. Vielleicht befindest Du Dich in einer ähnlichen Situation. Du hast die Chance und die Freiheit eine Idee auszuwählen und diese wirklich umzusetzen. Das ist großartig, sollte man meinen. Es fällt jedoch vielen schwerer als gedacht. Ich kenne das Problem nur zu gut: Auch jetzt, da ich mit meinem Selbststudium, Bloggen für OneDayProfits und den Persönlichkeitsentwicklungsworkshops von ChallengeYourself mehr als ausgelastet bin, habe ich immer wieder Lust noch zusätzliche Ideen umzusetzen.

Ich habe in den letzen Monaten von erfahrenen Gründern gelernt, dass ein absolutes Commitment zu einer Idee dringend notwendig ist, wenn Du erfolgreich Gründen möchtest.  Klar kannst Du – wie ich das auch lange Jahre getan habe – Dich an Deinen vielen Ideen erfreuen und sie in Deinem Kopf hin und herwerfen. Wirklich spannend wird es jedoch, wenn Du Deiner Idee wirklich Leben einhauchen willst und sie UMSETZT.

Eine Idee umzusetzen und ein Business aufzubauen braucht in der Regel Zeit. Das heißt für Dich, dass Du nicht noch nebenher an mehreren Projekten arbeiten solltest. Ein Nebenprojekt kann durchaus funktionieren. Startest Du zu viele Projekte auf einmal kann es jedoch leicht passieren, dass Du keines Deiner Projekt wirklich voranbringst und dann schnell die Lust verlierst und die Ideen fallen lässt.

Wenn ich an den Punkt komme, an dem ich mich nicht zwischen Ideen entscheiden kann, hilft es mir genau zu überlegen, inwiefern die Idee mit meiner Vision übereinstimmt. Außerdem frage ich mich, inwieweit mich die Umsetzung der Idee in einer Richtung weiterbringt, in der ich mich weiterentwickeln möchte.

Ein Beispiel: Mit den Seminaren von ChallengeYourself mache ich bei jedem Workshop ungemein tolle Erfahrungen. Ich lerne nicht nur den Workshop im Vorfeld zu organisieren, sondern ihn auch eigenverantwortlich durchzuführen. Ich bin verantwortlich für die Inhalte und alles was während des Workshops passiert. Ich weiß, dass die Teilnehmer eine gewisse Erwartungshaltung haben, was mich anspornt den bestmöglichen Workshop zu geben. Durch die Beschäftigung mit dem Thema „Komfortzone“ und der Konzeption des Workshops lerne ich ungemein viel dazu und entwickle mich weiter. Mit jedem einzelnen Workshop erweitere ich meine Komfortzone. Im Rahmen des Workshops habe ich die Möglichkeit mein Wissen an andere Menschen weiterzugeben. Außerdem sehe ich, wie Menschen Impulse und Gelerntes aus dem Workshop in ihr eigenen Leben integrieren. Das motiviert mich. Darum setze ich das Projekt fort.

3) Das Tool, das Dir bei Deiner Entscheidung hilft

Zu den Entscheidungshilfen, die ich Dir schon gegeben habe, möchte ich Dir ein ganz einfaches Tool an die Hand geben, das ich aus Chris Guillebeau´s The 100$ Startup
geklaut habe.

Es ist super einfach und Du erhältst am Ende eine kleine Tabelle. Chris legt Wert darauf, dass Du Dir noch vorher die folgenden Fragen stellst:

1. Hast du ein klares Produkt oder einen Service?

2. Kennst du Menschen , die es kaufen werden? Oder weißt du wo du sie findest?

3. Hast DU eine Möglichkeit wie Leute dich bezahlen können?

 

Wenn Du diese drei Fragen positiv beantwortet hast, kannst Du loslegen:

Zuerst schreibst Du untereinander ganz links an den Rand alle Deine Ideen, die Du gerne umsetzen würdest. Danach verteilst Du für jede Idee Punkte in den Bereichen „ Einfluss“, „Einsatz“, „Profitabilität“ und „Übereinstimmung mit Vision“.

  • „Einfluss“: Wie viel Einfluss wird Dein Projekt ausüben?
  • „Einsatz“: Wie aufwendig ist das Projekt, wie viel (vor allem Zeit) muss Du investieren – In diesem Fall gilt: Je niedriger der Score desto höher der erforderte Einsatz
  • „Profitabilität“: Wie viel Geld wird das Projekt einbringen?
  • „Übereinstimmung mit Vision“: Inwiefern stimmt das Projekt mit Deiner Vision überein – dazu habe ich mich ja oben schon ausgelassen.

Du vergibst jeweils Punkte von 1-5, je höher die Zahl, desto besser. Am Ende addierst Du die Zahlen einfach auf und die Idee mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Hier ein Muster, wie das aussehen kann:

Einfluss Einsatz Profitabilität Übereinstimmung mit Vision Summe
Idee 1
Idee 2
Idee 3
Idee 4
Idee 5

Bei Fragen kannst Du Dich gerne an mich wenden – benutze dazu auch gerne die Kommentar-Funktion, dann haben alle etwas davon.

Fazit

Überlege Dir gut, ob eine Idee mit Deiner Vision übereinstimmt! Frage Dich, ob Dich die Umsetzung dieser konkreten Idee in eine Richtung bringt, in der Du Dich weiterentwickeln möchtest. Sei ehrlich mit Dir. Ist das der Fall, dann stehen die Chancen gut, dass Du  genug intrinsische Motivation aufbringen wirst, um das Projekt erfolgreich umzusetzen. Lies das Buch „The 100$ Startup“ (auf Deutsch: „Start-up!: Wie Sie mit weniger als 100 Euro ein Unternehmen auf die Beine stellen und Ihr eigener Chef werden“und beschäftige Dich intensiv mit der Entscheidungsmatrix von Chris, die Du unter dem Punkt 3) in diesem Beitrag findest.

Mehr Buchempfehlungen findest Du in: Meine Must-Read-Buchempfehlungen für Gründungsinteressierte.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt und freue mich über Deinen Kommentar!

Bild:  kevin dooley

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Ben ist der für den Dampf sorgt und dafür, dass Du immer coole Inhalte bekommst. Er ist super gerne unterwegs, lernt gerade surfen, entdeckt Yoga für sich und liest mindestens ein Buch pro Woche. Ben startet gerne Projekte in kürzester Zeit und hat sich gerade vor allem dem Bloggen verschrieben. Mit seinem Blog Anti-Uni.com setzt er sich für individuelle Bildung ein und hilft außergewöhnlichen jungen Menschen "ihr Ding" zu finden. Außerdem gibt Ben Seminare und Coachings zum Thema Produktivität. Folge Ben auf twitter, facebook oder linkedin!